Ukrainisch-Deutscher Verein

für Kriegsgeschädigte, Familien und Kinder e.V.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die ukrainische Wirtschaft ist 2014, vor allem infolge der Kampfhandlungen im Osten des Landes, um 7% geschrumpft. Auch für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet. Im Falle einer nachhaltigen Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine und bei Umsetzung einer durch den IWF (Internationaler Währungsfonds) unterstützten wirtschaftlichen Reformpolitik sollte die Ukraine zukünftig jedoch mit einem kräftigen Wachstum rechnen können.

Deutschland gehört zu den wichtigsten Handels- und Investitionspartnern der Ukraine. Die Ukraine verzeichnet in den Handelsbeziehungen mit Deutschland immer noch ein deutliches Defizit, 2014 allerdings mit deutlich abnehmender Tendenz. Wichtigste deutsche Exportgüter sind Maschinen, Fahrzeuge, Chemie- und Pharmaprodukte, elektrotechnische Erzeugnisse und Nahrungs- und Futtermittel. Wichtigste ukrainische Exportgüter sind Textilien, Bekleidung, Metalle, Chemieprodukte sowie Fahrzeuge.

Eine 'Deutsche Beratergruppe' berät die ukrainische Regierung im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen. In der deutsch-ukrainischen 'Hohen Arbeitsgruppe für wirtschaftliche Fragen' werden seit 2005 Fragen der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen erörtert.

Die Ukraine gehört zu den Kooperationsländern der deutschen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet.

Deutschland unterstützt die Ukraine seit 2002 beim Aufbau eines demokratischen Rechtsstaats und marktwirtschaftlicher Strukturen mit insgesamt bisher etwa 340 Mio. Euro.

Angesichts der Situation im Osten der Ukraine unterstützt Deutschland darüber hinaus die Unterbringung von Binnenflüchtlingen.


Weiterführende Informationen:

Deutsche Auslandshandelskammer